Briefmarken Deutschland
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Bayern Freimarken 1911 Luitpold Gefälligkeitsgestempelt MiNr.: 76-91 I gest.
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Bayern Freimarken 1911 Luitpold Gefälligkeitsgestempelt MiNr.: 76-91 I gest. Hinweis: Beispielabbildung
Briefmarke Altdeutschland Bayern Freimarke Schwarzer Einser 1849 Michel-Nr. 1 gestempelt geprüft
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Schwarzer Einser Bayern Mi.Nr. 1 gestempelt geprüft Ihre Chance auf das Highlight einer jeden Deutschland-Sammlung! Mit dem 'Bayern Einser', wie man die Briefmarke neben der Bezeichnung 'Schwarzer Einser' noch nennt, holen Sie sich nicht nur eine über 160 Jahre alte, geschichtsträchtige und museale Ausgabe nach Hause, sonder auch eine äußerst wertvolle Briefmarke mit besten Wertzuwachschancen. Zudem ist der Bayern Einser Deutschlands erste Briefmarke und gehört eigentlich in jede Deutschland-Sammlung. Die Zahl der existierenden Exemplare ist aber extrem gering, so dass es nur wenige Sammler gibt, die das bayerische Kleinod besitzen können. In den letzten 60 Jahren hat der Wert der Briefmarke kontinuierlich zugenommen. Auf dem Sammlermarkt werden nur sehr selten Exemplare angeboten, denn von solchen einmaligen Ausgaben trennt man sich normalerweise nur ungern. Die erste deutsche Briefmarke überhaupt! Sehr saubere, gestempelte Qualität! Gute Kabinett-Erhaltung! Kompetent geprüft! Michelwert: 3.500,-! Lieferung 1 Monat unverbindlich zur Ansicht! Nur 2 Exemplare verfügbar! Eine Legende der Deutschland-Philatelie! Hinweis: Beispielabbildung
Bayern Michel 44/61 A Komplettsatz Dienstmarken 1920
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Bayern Dienstmarken Komplettsatz 1920Michel Nr. 44/61 A gefälligkeitsgestempelt Michelwert: 850 Euro!! Beispielabbildung
Briefmarken Altdeutschland Bayern Freimarken 1919 Michel-Nr. 116-135 A gestempelt
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Letzte Exemplare!
Altdeutschland - Bayern Michel Nr. 116/135 A gefälligkeitsgestempelt Michelwert: 170 Euro!!
Briefmarken Bayern 178/95 gest.
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Briefmarken Bayern 178/95 gest. Hinweis: Beispielabbildung
Briefmarken Altdeutschland Bayern König Ludwig III. 1920 Michel-Nr. 116-135 gestempelt
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Letzte Exemplare!
König Ludwig III. 1920 Die altdeutschen Briefmarkenausgaben sind weltweit sicher einzigartig: Durch die schiere Vielzahl der damals auf deutschem Boden - mehr oder weniger gleichberechtigt - existierender Herzögtümer, Fürstentümer und Königreiche, bildete sich Mitte des 19. Jahrhunderts eine beeindruckende Markenlandschaft heraus. Bayern Michel-Nr. 116/135 B! Gestempelt! Seltene geschnittene Ludwigsserie! Michelwert: Euro 800,-! Sichern Sie sich jetzt die seltene geschnittene Ludwigsserie! Hinweis: Beispielabbildung
Bayern Michel-Nr. 92 A - 93 A 25 Jahre Regentschaft
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Feierliche Würdigung: 25 Jahre Regentschaft von Prinzregent Luitpold Die Briefmarken Bayern MiNr.: 92 A und 93 A wurden anlässlich des 25-jährigen Regierungsjubiläums von Prinzregent Luitpold herausgegeben. Prinzregent Luitpold übernahm die Regentschaft in Bayern im Jahr 1886 nach der Entmündigung seines Neffen, König Ludwig II. Während seiner Regentschaft führte er Bayern durch eine Zeit des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs. Die Briefmarken, die zu diesem Anlass herausgegeben wurden, sind ein Zeugnis seiner bedeutenden Rolle in der bayerischen Geschichte. Die Briefmarken zeigen ein Porträt von Prinzregent Luitpold in feiner Gravur. Die sorgfältige Gestaltung und die hohe Druckqualität machen diese Marken zu einem besonderen Sammlerstück. Die MiNr.: 92 A und 93 A sind in ungebrauchtem Zustand besonders wertvoll und begehrt. Die Ausgabe dieser Marken erfolgte im Jahr 1911 und sie sind ein Symbol für die Wertschätzung und Anerkennung, die Prinzregent Luitpold während seiner Regentschaft entgegengebracht wurde. Ausgabejahr: 1911Anlass: 25 Jahre Regentschaft von Prinzregent Luitpold Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, diese historischen Briefmarken in Ihre Sammlung aufzunehmen. Bestellen Sie jetzt!
Briefmarke Dienstmarke Bayern Mi. Nr. D 27x postfrisch geprüft
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Bayern: Dienstmarke auf seltenem x-Papier Wegen Beschaffungsproblemen aufgrund des Kriges wurden bei dieser Ausgabe eine Vielzahl verschiedener Papiere verwendet. Das sogenannte x-Papier zählt dabei zu den selteneren Papieren. Laut Michel-Katalog handelt es sich dabei um "ein sprödes, hartes, starkt durchscheinendes, fast graues Pargamentpapier mit glasiger Gummierung, Papierart bedingt geringe Zahnfehler". Weiterhin spricht der Michel auch von einem "immer weniger sorgfältigen Druck" bei diesen Ausgaben. Zusammenfassend lässt sich also festhalten: Diese Marken sind keine Schönheiten und bestechen auch nicht durch eine hochwertige Verarbeitung. Sie sind vielmehr typische Ausgaben einer von Not und Entbehrungen geprägten Zeit. Zudem sind sie historisch interessant, selten und wertvoll. Für den ambitionierten Philatelisten also genug Gründe, diese Ausgabe in seine Sammlung aufzunehmen! Bayern Mi. Nr. D 27x postfrisch und geprüft Dienstmarke Michel: 150,- Euro Sichern Sie sich diese interessante Ausgabe am Besten noch heute!
Briefmarke Altdeutschland Bayern Freimarke 1900 Michel-Nr. 69-70 postfrisch
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Bayern Die erste deutsche Briefmarke stammt aus Bayern, der "Schwarze Einser" oder auch "Münchner Kindl" genannt. Bayern bewahrte sich als Freistaat das Recht bis 1919 Briefmarken zu verausgaben! Damit stellt es mit dem Königreich Württemberg eine Ausnahme bei den altdeutschen Staaten dar. Insgesamt erschienen 195 reguläre Marken, 61 Dienstmarken, 13 Portomarken und 40 Portofreiheitsmarken! Ein Top-Sammelgebiet mit sehr hoher Nachfrage!
Briefmarken Altdeutschland Baden 1862 Michel-Nr. P 2 PA postfrisch
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Baden "Ziffern im Rankenwerk 1862" Die altdeutschen Briefmarkenausgaben sind weltweit sicher einzigartig: Durch die schiere Vielzahl der damals auf deutschem Boden - mehr oder weniger gleichberechtigt - existierender Herzogtümer und Königreich,, bildete sich Mitte des 19. Jahrhunderts eine beeindruckende Markenlandschaft heraus. Nutzen Sie heute die einmalige Gelegenheit und sichern Sie sich diese faszinierenden zwei Ausgaben in postfrischer Qualität zum einmaligen Top-Preis. Altdeutschland Baden Michel-Nr. P 2 "Ziffern im Rankenwerk 1862" In postfrischer Qualität Michelwert: 25,- Euro Selten angeboten und einmaliger Blickfang!
Original Vorphila Beleg aus ca. 1750-1850
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Original Vorphila Beleg Auch vor der Ausgabe der ersten Briefmarken wurden Briefe verschickt. Da dies für damalige Verhältnisse schon relativ teuer war, meist nur wichtige Briefe! Mittels ausgeklügelter Postwege konnten Briefe weltweit verschickt werden. Die Belege dieser Zeit gelten als Vorphilatelie. Meist tragen die Briefe Stempel in Kastenform oder Lettern, Vorläufer der späteren Stempel. Auch kleine Vermerke geben uns heute Auskunft über Porto und Wegerouten. Es gibt einige berühmte Wegbereiter, die mit Ihren Postnetzen Geschichte geschrieben haben, zu den berühmtesten Familien gehört dabei die in Regensburg ansässige Familie Thurn und Taxis. Zeitlich gesehen bewegen wir uns mit der Vorphilatelie in einer Zeit vor 1850, in England vor 1840. Heimatsammler wissen, wie schwer es ist, Belege aus dieser Zeit zusammenzutragen. Was Kriege und Zeit nicht vernichtet haben, ist heute gesucht. Seltenes historisches Dokument! aus ca. 1750-1850 Ein bedeutendes museales Zeitdokument von hohem Rang! Hinweis: Beispielabbilddung
Briefmarke Kontrollrat MiNr.: 942 II gest. Leipziger Messe 1947
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Briefmarke Kontrollrat MiNr.: 942 II gest. Leipziger Messe 1947 - Beispielabbildung
Die faszinierende Vielfalt deutscher Briefmarken erleben und sammeln
Holen Sie sich ein Stück lebendige Zeitgeschichte direkt in Ihr Album mit dem traditionsreichen Sammelgebiet der Briefmarken Deutschlands. Wenn Sie deutsche Postwertzeichen sammeln, begeben Sie sich auf eine packende Reise durch wechselvolle Epochen, tiefgreifende politische Umbrüche und bedeutende kulturelle Meilensteine. Kaum ein anderes Land spiegelt seine staatliche Entwicklung so lückenlos und detailreich auf kleinen, gezähnten Papierkunstwerken wider wie Deutschland. Vom ersten bayerischen Postwertzeichen im Jahr 1849 bis zu den modernsten Sonderausgaben der heutigen Bundesrepublik bietet dieses Sammelgebiet eine schier unerschöpfliche Fülle an faszinierenden Entdeckungen.
Egal, ob Sie bereits jahrzehntelange Erfahrung in der Philatelie besitzen oder gerade erst die Leidenschaft für dieses faszinierende Hobby entdecken, die reichhaltigen deutschen Ausgaben halten für jeden Geschmack spannende Entdeckungen bereit. Das systematische Archivieren und Katalogisieren dieser historischen Zeugen verbindet geschichtliches Interesse mit handwerklicher Präzision. Es ist die perfekte Gelegenheit, die reiche Kulturgeschichte unseres Landes im Miniaturformat zu erforschen. Lassen Sie sich von der Begeisterung anstecken und finden Sie neue Lieblingsstücke für Ihre persönliche Kollektion.
Was zeichnet die Kategorie der deutschen Briefmarken aus?
Die philatelistische Landschaft Deutschlands gehört weltweit zu den beliebtesten und am intensivsten erforschten Sammelgebieten überhaupt. Ein wesentliches Merkmal ist die enorme historische Dynamik des Landes, die sich direkt in den verschiedenen Postgebieten und Ausgabeepochen niederschlägt. Während andere Nationen über Jahrhunderte hinweg eine weitgehend kontinuierliche Postgeschichte aufweisen, ist Deutschland geprägt von staatlicher Zersplitterung, Einigung, Teilung und Wiedervereinigung. Diese historischen Zäsuren schaffen klar abgegrenzte und hochspannende Teilgebiete, die Sammler nach ganz individuellen Vorlieben bearbeiten können.
Zudem genießen deutsche Postwertzeichen international einen hervorragenden Ruf für ihre detaillierte Gestaltung sowie die hohe drucktechnische Qualität. Die Vielfalt der verwendeten Druckverfahren – vom klassischen Buchdruck über den edlen Stichtiefdruck bis hin zum modernen Offsetdruck – fasziniert Technikbegeisterte weltweit. Sammler schätzen diese Verlässlichkeit und den hohen ästhetischen Anspruch der deutschen Postbehörden aller Epochen. Jede einzelne Marke ist somit nicht nur eine Quittung für eine Beförderungsleistung, sondern immer auch ein Spiegelbild der Kunst ihrer Entstehungszeit.
Die Gliederung in historische und geografische Epochen
Wer sich mit deutschen Postwertzeichen beschäftigt, stellt schnell fest, wie logisch und gleichzeitig komplex dieses Gebiet aufgebaut ist. Sammler unterscheiden klassischerweise zwischen verschiedenen Epochen, die jeweils ihren ganz eigenen Charakter besitzen. Zu den wichtigsten Abschnitten gehören die altdeutschen Staaten vor der Reichsgründung, das Deutsche Reich inklusive der Auslandspostämter sowie die bewegte Zwischenkriegszeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg spaltet sich die Philatelie in die Ausgaben der alliierten Besatzungszonen, die Deutsche Demokratische Republik, das Sammelgebiet Berlin und die Bundesrepublik Deutschland auf.
Diese klare historische Strukturierung ermöglicht es Ihnen, sich auf spezielle Phasen zu spezialisieren und dort ein tiefes Fachwissen aufzubauen. So können Sie beispielsweise die turbulenten Jahre der Inflation erforschen oder sich den gestalterisch hochinteressanten Ausgaben der Nachkriegszeit widmen. Jedes dieser Teilgebiete besitzt eigene Handbücher und Spezialkataloge, die Ihnen als verlässlicher Wegweiser dienen. Die schiere Größe des Gesamtgebiets sorgt dafür, dass die Beschäftigung damit niemals langweilig wird und immer wieder neue Facetten offenbart.
Die Bedeutung von Erhaltungsgraden und Stempeln
Ein weiteres herausragendes Merkmal dieses Sammelgebiets ist die ausgeprägte Qualitätskultur unter den passionierten Sammlern. Die feine Unterscheidung zwischen postfrischen Marken mit unbeschädigtem Originalgummi und sauber gestempelten Exemplaren hat hier eine lange Tradition. Besonders die Erforschung von Poststempeln, Ortstempeln und philatelistischen Besonderheiten wie Plattenfehlern oder Farbnuancen wird in Deutschland intensiv gepflegt. Für viele Liebhaber liegt der Reiz gerade im Detail, wenn mit Lupe und Mikroskop nach winzigen Abweichungen im Druckbild gesucht wird.
Gestempelte Marken erzählen oft eine besonders lebendige Geschichte, da sie den tatsächlichen Postweg dokumentieren und somit Zeugen des damaligen Alltags sind. Ein klar lesbarer Rundstempel mit Ortsname und Datum kann den ideellen Sammlerwert eines sonst gewöhnlichen Postwertzeichens enorm steigern. Postfrische Stücke hingegen bestechen durch ihre makellose Erhaltung und zeigen das Motiv genau so, wie es einst die Druckerei verlassen hat. Beide Sammelformen haben ihren ganz eigenen, unwiderstehlichen Reiz und begründen die anhaltende Faszination dieses Hobbys.
Die spannende Geschichte der Briefmarken in Deutschland
Die Geschichte des deutschen Postwesens und seiner Marken ist untrennbar mit der Entstehung des modernen Nationalstaates im neunzehnten Jahrhundert verknüpft. Bevor es ein einheitliches Reich gab, kochte im politischen Raum fast jeder Kleinstaat sein eigenes süppchen. Diese Epoche vor 1871, die wir heute als Altdeutschland bezeichnen, legte den Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Mit dem rasanten Ausbau des Eisenbahnnetzes und dem wachsenden Handelsvolumen wurde ein einfaches System zur Freimachung von Sendungen schnell unerlässlich.
Was als rein praktisches Hilfsmittel für den reibungslosen Postalltag begann, entwickelte sich in Windeseile zu einem begehrten Objekt der Leidenschaft. Die Menschen begannen schon früh, die farbenfrohen Papierbildchen systematisch von den Briefen abzulösen und in Alben zu sammeln. So entstand die Philatelie als weltweites Phänomen, das in Deutschland besonders fruchtbaren Boden fand. Die wechselvollen historischen Ereignisse des zwanzigsten Jahrhunderts veränderten das deutsche Postwesen grundlegend und hinterließen uns ein faszinierendes Erbe.
Der wegbereitende Schwarze Einser und die Ära Altdeutschlands
Am 1. November 1849 schlug die historische Geburtsstunde der deutschen Philatelie im Königreich Bayern. Mit der Ausgabe des legendären Schwarzen Einsers, der ersten Briefmarke auf deutschem Boden, wurde die barzahlungsfreie Beförderung von Briefen revolutioniert. Kurz darauf folgten andere bedeutende Staaten wie Sachsen, Preußen, Hannover und Württemberg mit ganz eigenen Entwürfen, Währungen und Sicherheitsmerkmalen. Diese Vielfalt an unterschiedlichen Währungssystemen wie Kreuzern, Groschen oder Schillingen macht das Studium altdeutscher Briefe zu einer echten detektivischen Aufgabe für Liebhaber.
Sammler schätzen an dieser klassischen Epoche besonders die traditionell handwerklich hergestellten Druckplatten und die oft feinen Nuancen der verwendeten Papiersorten. Da die Auflagenzahlen im Vergleich zu modernen Zeiten sehr gering waren, handelt es sich bei vielen altdeutschen Marken um echte Raritäten. Ein klassischer Briefbrief aus dieser Zeit, versehen mit einer Kombination verschiedener Marken, ist ein hochattraktives Dokument deutscher Kulturgeschichte. Der Erwerb solcher Stücke erfordert Fachwissen und bringt den Zauber der Postkutschenzeit direkt in Ihre Hände.
Das Deutsche Reich und die dramatischen Jahre der Inflation
Mit der Reichsgründung im Jahr 1871 entstand schließlich ein einheitliches Postgebiet unter der Leitung der neu geschaffenen Reichspost. Lediglich Bayern und Württemberg behielten zunächst noch für einige Jahrzehnte ihre eigenen Postrechte, bevor sie ebenfalls im Reichssystem aufgingen. Die Reichspostzeit brachte weltbekannte Motive hervor und dokumentierte den rasanten Aufstieg des Kaiserreichs zur globalen Industrienation. Nach dem Ersten Weltkrieg spiegelte sich die dramatische wirtschaftliche Not der jungen Weimarer Republik auf eindringliche Weise in der Philatelie wider.
In der turbulenten Phase der Hyperinflation des Jahres 1923 wurden Postwertzeichen im Stundentakt mit neuen, schwindelerregenden Millionen- und Milliardensummen überdruckt. Die Postangestellten kamen mit dem Drucken kaum hinterher, sodass teils rohe Notüberdrucke auf vorhandenen Marken angebracht wurden. Diese Inflationsmarken sind bis heute ein faszinierendes Dokument für das wirtschaftliche Chaos jener Tage. Sie zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie eng weltbewegende historische Ereignisse und philatelistische Zeitzeugnisse miteinander verwoben sind.
Nachkriegszeit, Teilung und die Epoche der zwei deutschen Staaten
Der totale Zusammenbruch nach dem Zweiten Weltkrieg hinterließ auch ein völlig zerschlagenes Postsystem, das zunächst mühsam wiederaufgebaut werden musste. In den ersten Monaten behalfen sich die Gemeinden mit lokalen Notausgaben, bevor die alliierten Besatzungszonen koordinierte Gemeinschaftsausgaben herausgaben. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik im Jahr 1949 spaltete sich die deutsche Philatelie für vier Jahrzehnte in zwei völlig unterschiedliche Richtungen. Beide Staaten nutzten ihre Marken intensiv als Instrumente der Repräsentation und der kulturellen Selbstdarstellung.
Die DDR-Post setzte stark auf bunte, oft ideologisch geprägte Motive und führte die bei Sammlern bekannten Sperrwerte ein, um gezielte Sammelanreize zu schaffen. Die Deutsche Bundespost hingegen pflegte ein eher klassisches, grafisch hochkarätiges Ausgabeprogramm, das den Wiederaufbau und die Westintegration des Landes begleitete. Die geteilte Metropole Berlin nahm mit den Ausgaben der Landespostdirektion Berlin eine ganz besondere Sonderrolle ein. Die Berliner Marken sind aufgrund ihrer zeitgeschichtlichen Brisanz und ihrer eigenständigen Motive bis heute ein extrem beliebtes Sammelgebiet geblieben.
Ikonische Motive und bedeutende Markenserien
Die gestalterische Vielfalt deutscher Briefmarken sucht weltweit ihresgleichen und reicht von klassischen Herrscherporträts über heraldische Motive bis hin zu moderner Kunst. Viele dieser Entwürfe wurden von namhaften Künstlern und Grafikern entworfen, die das visuelle Gedächtnis des Landes über Generationen prägten. Bestimmte Serien haben durch ihre jahrzehntelange Verwendung im alltäglichen Postverkehr echten Kultstatus erreicht. Sie erzählen Geschichten von bahnbrechendem technischem Fortschritt, architektonischen Meisterwerken und den Menschen, die das Land geprägt haben.
Die Beschäftigung mit diesen Serien bietet einen hervorragenden Einstieg in das Hobby, da sich hier wunderbar Chronologien aufbauen lassen. Viele Sammler spezialisieren sich auf bestimmte Dauerserien und versuchen, jede einzelne Wertstufe in allen bekannten Varianten zusammenzutragen. Dabei lässt sich hervorragend die stilistische Entwicklung des Grafikdesigns im Laufe der Jahrzehnte nachvollziehen. Die Entwürfe spiegeln stets den Zeitgeist ihrer jeweiligen Epoche wider und sind somit auch kleine Kunstausstellungen für die Hosentasche.
Das Gesicht einer vergangenen Epoche: Die Germania-Serie
Keine andere Marke verkörpert die späte Kaiserzeit und die frühe Weimarer Republik gestalterisch so sehr wie die berühmte Germania-Serie. Das von Paul Eduard Waldraff entworfene Motiv zeigt die stolze mythologische Figur der Germania mit Kaiserkrone, Brustpanzer und Schwert, elegant gerahmt von klassischem Eichenlaub. Diese langlebige Dauerserie war von 1900 bis 1922 kontinuierlich im Einsatz und überstand somit den Ersten Weltkrieg sowie den tiefgreifenden Systemwechsel zur Republik. Sie begleitete die Menschen durch glückliche und durch unendlich schwere Zeiten des Landes.
Aufgrund der extrem langen Laufzeit und der unzähligen Varianten im Druck, bei den Wasserzeichen, Farben und Aufdrucken ist die Germania ein gigantisches Spezialgebiet für sich. Generationen von Philatelisten haben sich ausschließlich der Erforschung dieser einen Serie verschrieben und entdecken bis heute feine Nuancen. Sie ist das perfekte Beispiel dafür, wie aus einem einzigen Motiv ein schier unendlicher Kosmos an philatelistischen Details entstehen kann. Ein gut sortiertes Germania-Album ist ein echter Blickfang in jeder gepflegten Sammlung.
Die legendäre Posthorn-Serie der jungen Bundesrepublik
Im Jahr 1951 emittierte die junge Deutsche Bundespost eine Dauerserie, die heute als der absolute Klassiker der bundesdeutschen Nachkriegsphilatelie gilt: die Posthorn-Serie. Die schlichten, zweifarbigen Entwürfe mit dem traditionellen Symbol des Posthorns stießen anfangs in der Öffentlichkeit auf sehr geteilte Meinungen. Dennoch entwickelten sie sich schnell zu einem bleibenden Symbol für den beginnenden wirtschaftlichen Aufschwung der jungen Republik. Die Marken wurden millionenfach im alltäglichen Geschäftsverkehr verbraucht und nach der Nutzung meist achtlos weggeworfen.
Genau dieser hohe Alltagsverbrauch sorgt dafür, dass postfrische Exemplare der Posthorn-Serie heute zu den gesuchtesten Stücken der gesamten Nachkriegszeit gehören. Ein kompletter Satz in einwandfreier, unberührter Erhaltung ist der Stolz jeder anspruchsvollen Deutschland-Sammlung. Wer diese Serie komplettiert, besitzt ein wichtiges Stück deutscher Nachkriegsgeschichte. Sie markiert den erfolgreichen philatelistischen Neuanfang Westdeutschlands nach den dunklen Kriegsjahren und strahlt bis heute eine zeitlose Eleganz aus.
Von den Frauen der Geschichte bis zur modernen Blumen-Serie
In der jüngeren Postgeschichte der Bundesrepublik setzten sich langlebige Dauerserien fort, die fast jeder Bürger schon einmal auf einem Briefumschlag gesehen hat. Die Serie Frauen der deutschen Geschichte ehrte bedeutende weibliche Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft, Politik und sozialem Engagement und setzte damit ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen. Ihr folgte die überaus beliebte Dauerserie Sehenswürdigkeiten, die architektonische Highlights aus Ost und West wie das Brandenburger Tor oder den Kölner Dom präsentierte und so die Wiedervereinigung auch postalisch untermauerte.
Seit dem neuen Jahrtausend prägte die farbenprächtige Blumen-Serie über viele Jahre hinweg den alltäglichen nationalen und internationalen Postverkehr. Diese Serie begeisterte durch naturgetreue, detailreiche Abbildungen der heimischen Flora und bot eine enorme Vielfalt an Portostufen für jeden Bedarf. Inzwischen wird sie sukzessive von der modernen Serie Welt der Briefe abgelöst, welche mit kreativen, verspielten Illustrationen rund um das Thema Schreiben und Botschaften übermitteln glänzt. Diese Serien zeigen, dass die philatelistische Evolution niemals stillsteht.
Spannende Anekdoten und kuriose Fakten der deutschen Philatelie
Hinter der oft sehr sachlichen Kulisse der klassischen Postwertzeichenkunde verbergen sich spektakuläre Kriminalfälle, menschliche Fehler und kuriose Pannen, die Sammler seit Generationen faszinieren. Wo gearbeitet wird, passieren Fehler – und in der Philatelie werden genau diese Missgeschicke oft zu den wertvollsten Kostbarkeiten. Deutsche Marken bieten in dieser Hinsicht einen reich gefüllten Fundus an spektakulären Geschichten, die auch Nicht-Sammler in Erstaunen versetzen. Diese Berichte zeigen uns, dass Briefmarken viel mehr sind als nur Papier, sie sind lebendige, oft fehlerhafte Menschenwerke.
Manchmal sind es winzige Verwechslungen bei der Papierfarbe, manchmal politische Schnellschüsse, die zur Vernichtung ganzer Auflagen führten. Wer diese Geschichten kennt, sieht seine Alben mit völlig anderen Augen und begibt sich mit besonderem Eifer auf die Suche nach verborgenen Raritäten. Lassen Sie sich von drei der berühmtesten und skurrilsten Geschichten der deutschen Postgeschichte verzaubern, die bis heute für Gesprächsstoff sorgen. Sie zeigen den unberechenbaren Charakter dieses Hobbys von seiner aufregendsten Seite.
Der millionenschwere Baden-Fehldruck von 1851
Einer der berühmtesten Fehler der frühen Postgeschichte passierte im Großherzogtum Baden bei der Herstellung der 9-Kreuzer-Marke im Jahr 1851. Durch ein folgenschweres Versehen des Druckers wurde anstelle des vorgeschriebenen rosa Papiers ein blaugrünes Papierblatt verwendet. Dieses grüne Papier war eigentlich für den deutlich geringeren Wert zu 6 Kreuzern vorgesehen gewesen. Der seltsame Irrtum blieb im laufenden Betrieb zunächst unbemerkt, und so gelangten einige wenige dieser falschfarbigen Exemplare unbemerkt in den regulären Postumlauf.
Heute existieren weltweit nur noch vier bekannte Exemplare dieses legendären Baden-Fehldrucks, von denen jedes einzelne bei Auktionen fantastische Summen erzielt. Er gilt unbestritten als die deutsche Variante der weltberühmten Blauen Mauritius und fasziniert Sammler rund um den Globus. Die Entdeckung eines weiteren Exemplars auf einem alten Dachboden gilt als der absolute Traum eines jeden passionierten Philatelisten. Ein solches Stück verbindet den Nervenkitzel einer Schatzsuche mit der Faszination eines historischen Jahrhundertfehlers.
Die unveröffentlichte Audrey-Hepburn-Marke
Ein echter moderner Mythos der deutschen Philatelie ist die im Jahr 2001 eigentlich fest eingeplante Wohlfahrtsmarke mit dem Porträt der weltberühmten Schauspielerin Audrey Hepburn. Obwohl die Marken bereits in Millionenauflage gedruckt waren, verweigerte der Sohn und Erbe der Schauspielerin die endgültige Freigabe für das Motiv. Ihm missfiel das Bild, auf dem seine Mutter mit einer lässigen Zigarettenspitze im Mundwinkel dargestellt war. Der Großteil der bereits produzierten Auflage musste daraufhin unter strenger Aufsicht vernichtet werden.
Einige sehr wenige Exemplare entgingen jedoch auf mysteriösen Wegen der Vernichtung und gelangten über Umwege in den Umlauf oder in Sammlerhände. Das seltene Auftauchen einer solchen Hepburn-Marke auf einer internationalen Auktion gilt heute als absolutes Weltereignis der modernen Philatelie und zieht die Aufmerksamkeit der Presse auf sich. Sie ist das eindrucksvolle Beispiel dafür, wie ein einfacher Urheberrechtsstreit ein modernes Postwertzeichen in eine der begehrtesten Raritäten der Gegenwart verwandeln kann.
Der skurrile Gscheidle-Irrtum aus dem Jahr 1980
Nicht minder berühmt und von einer feinen Prise Humor begleitet ist der sogenannte Gscheidle-Fehldruck aus dem schicksalhaften Olympiajahr 1980. Zu Ehren der Olympischen Sommerspiele in Moskau war eine festliche Sondermarke entworfen worden, doch aufgrund des westlichen Boykotts der Spiele entschied die Bundesregierung kurzfristig, die Marke nicht auszugeben. Der damalige Bundespostminister Kurt Gscheidle hob jedoch einige wenige Musterexemplare im privaten Archiv auf. Seine Ehefrau nutzte diese Jahre später ahnungslos für die alltägliche Privatpost.
Diese Briefe wanderten ganz normal durch die Postsortieranlagen und wurden von aufmerksamen Sammlern im täglichen Poststrom entdeckt. Die gestempelten Gscheidle-Marken gehören heute zu den seltensten und kuriosesten Schätzen der modernen deutschen Postgeschichte. Sie zeigen auf amüsante Weise, dass selbst im ansonsten so korrekten deutschen Postwesen kleine menschliche Nachlässigkeiten für philatelistische Sensationen sorgen können. Solche Geschichten verleihen dem Hobby seine unvergleichliche Lebendigkeit und machen Lust auf das eigene Suchen.
Ein lohnendes Hobby für Detailverliebte und Kulturbegeisterte
Das Sammeln von Briefmarken aus Deutschland ist weit mehr als das bloße Zusammentragen von bedruckten Papierquadraten. Es ist eine anspruchsvolle Beschäftigung, die historisches Wissen, ästhetischen Genuss und die pure Freude am Entdecken harmonisch miteinander verbindet. Jede einzelne Marke erzählt bei genauem Hinsehen eine eigene, spannende Geschichte über die Zeit ihrer Entstehung. Wer sich darauf einlässt, schult seinen Blick für die feinen Details und erfährt viel über die Vergangenheit.
Ob Sie sich für die klassische Epoche Altdeutschlands begeistern, die bewegte Nachkriegszeit dokumentieren oder die modernen Sonderausgaben schätzen – dieses Gebiet bietet unendliche Möglichkeiten. Sie können Ihre Sammlung ganz nach Ihren eigenen Vorlieben und Ihrem ganz persönlichen Tempo aufbauen. Vertiefen Sie sich in die wunderbare Welt der deutschen Philatelie und erleben Sie selbst, wie viel Freude im Aufbau einer eigenen, liebevoll gepflegten Sammlung steckt. Starten Sie noch heute Ihre persönliche philatelistische Entdeckungsreise.
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