2 Reichsmark
2 Reichsmark – Silbermünzen aus der Zeit des Deutschen Reiches
Die 2 Reichsmark zählt zu den bedeutendsten deutschen Silbermünzen des 20. Jahrhunderts. Geprägt in den bewegten Jahren, spiegeln diese Münzen ein Kapitel deutscher Geschichte wider, das bis heute Sammler in seinen Bann zieht. Wer sich mit deutscher Reichsmark auseinandersetzt, stößt schnell auf die Vielfalt an Motiven, Prägejahren und Erhaltungsgraden, die dieses Sammelgebiet so facettenreich machen. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, was diese Münzen numismatisch auszeichnet und worauf es beim Sammeln ankommt.
Überblick: Was zeichnet 2 Reichsmark aus?
Die 2-Reichsmark-Münzen gehören zu den letzten großen Silberprägungen des Deutschen Reiches vor dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurden in unterschiedlichen Ausführungen herausgegeben, darunter reguläre Umlaufmünzen und Gedenkprägungen zu besonderen Anlässen. Charakteristisch ist die Verwendung von Silber als Prägemetall, wodurch sich diese Münzen deutlich von späteren Nachkriegsprägungen unterscheiden. Für Sammler sind vor allem die wechselnden Motive und die politische Symbolik dieser Zeit von besonderem Interesse.
Wer nach 2 Reichsmark Silber sucht, findet ein Sammelgebiet, das sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Numismatiker attraktiv ist. Die Münzen sind zugänglich genug, um sie in unterschiedlichen Erhaltungsgraden zu finden, bieten aber gleichzeitig genug historische Tiefe für eine intensive Beschäftigung. Gerade die Verbindung von handwerklicher Prägekunst und zeitgeschichtlichem Kontext macht den besonderen Reiz aus.
Geschichte und Hintergrund der 2 Reichsmark
Die Reichsmark wurde 1924 als Währung des Deutschen Reiches eingeführt und löste die Rentenmark ab. In den 1930er Jahren, also in der Spätphase der Weimarer Republik und dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, wurden mehrere Ausgaben der 2-Reichsmark-Münze geprägt. Diese zeitliche Einordnung ist für Sammler wichtig, da sich die politischen Umbrüche jener Jahre auch in der Münzgestaltung niederschlugen.
Zu den bekanntesten Prägungen dieser Phase gehört die Gedenkmünze zur Potsdamer Garnisonkirche aus dem Jahr 1933, die an ein historisches Bauwerk in Potsdam erinnert. Ein Jahr später, 1934, folgte eine Gedenkprägung zu Ehren von Friedrich Schiller anlässlich seines Geburtstages. Ab 1936 wurde eine reguläre Umlaufmünze mit dem Bildnis von Reichspräsident Paul von Hindenburg ausgegeben, die bis in die späten 1930er Jahre hinein geprägt wurde.
Bemerkenswert ist, dass sich die Gestaltung der Rückseite im Laufe der Zeit veränderte. Während frühere Ausgaben noch ohne die später hinzugefügten NS-Symbole geprägt wurden, erschienen ab einem späteren Zeitpunkt Varianten, bei denen der Reichsadler mit zusätzlichen Emblemen versehen war. Diese Entwicklung macht die 2 Reichsmark zu einem anschaulichen Beispiel dafür, wie sich politische Verhältnisse unmittelbar auf offizielle Zahlungsmittel auswirken konnten.
Numismatische Merkmale, Materialien und Erhaltungsgrade
Die meisten Ausgaben der 2 Reichsmark wurden aus einer Silberlegierung geprägt, üblicherweise mit einem Feingehalt von 625 Tausendteilen. Dieser Silberanteil verleiht den Münzen ihren charakteristischen Glanz und ihr angenehmes Gewicht im Vergleich zu unedlen Metallen. Der Durchmesser der Münzen liegt im Bereich klassischer Silbermünzen jener Zeit, was sie gut greifbar und angenehm zu betrachten macht.
Geprägt wurden die Münzen an verschiedenen deutschen Münzstätten, die traditionell durch Buchstaben wie A, D, E, F, G oder J gekennzeichnet sind. Für Sammler ist dieses sogenannte Münzstättenzeichen ein wichtiges Detail, da es Rückschlüsse auf den Prägeort zulässt und bei manchen Jahrgängen die Zusammenstellung einer vollständigen Serie ermöglicht. Die genaue Position dieses Zeichens variiert je nach Ausgabe und sollte beim Kauf stets beachtet werden.
Der Erhaltungsgrad spielt bei der Bewertung dieser Münzen eine zentrale Rolle. In der Numismatik unterscheidet man üblicherweise Abstufungen von stark abgenutzten Umlaufstücken bis hin zu Exemplaren in nahezu ungebrauchtem Zustand, oft als „vorzüglich“ oder „stempelglanz“ bezeichnet. Kratzer, Randfehler oder Patina können den Zustand ebenso beeinflussen wie eine fachgerechte Aufbewahrung über die Jahrzehnte. Wer eine 2 Reichsmark erwerben möchte, sollte sich vorab mit den gängigen Erhaltungsgraden vertraut machen, um die Angebote besser einordnen zu können.
Ein weiteres Merkmal, das viele Sammler interessiert, ist die Randgestaltung. Manche Ausgaben besitzen einen glatten Rand, andere weisen eine Riffelung oder eine Randschrift auf. Diese Details dienten ursprünglich auch dem Schutz vor Fälschungen und Materialbetrug, sind heute aber vor allem ein spannendes Unterscheidungsmerkmal für die genaue Bestimmung einer Münze.
Wichtige Serien, Motive und Jahrgänge
Die Potsdamer Garnisonkirche von 1933
Diese Gedenkmünze erinnert an die Garnisonkirche in Potsdam und wurde im Kontext der sogenannten „Feierlichkeiten“ des Jahres 1933 geprägt. Sie zählt zu den ersten großen Gedenkprägungen dieser Ära und ist bei Sammlern aufgrund ihrer architektonischen Motivik und ihres zeitgeschichtlichen Bezugs besonders gefragt. Die Rückseite zeigt das markante Bauwerk in detailreicher Prägung.
Die Schiller-Gedenkmünze von 1934
Zum Gedenken an Friedrich Schiller wurde 1934 eine weitere Ausgabe der 2 Reichsmark geprägt. Sie würdigt den bedeutenden deutschen Dichter und zeigt sein Porträt in klassischer Prägetradition. Für Liebhaber von Personenmotiven ist diese Münze ein interessantes Sammelstück mit kulturhistorischem Bezug.
Die Hindenburg-Ausgaben ab 1936
Ab 1936 wurde eine reguläre Umlaufmünze mit dem Porträt von Paul von Hindenburg herausgegeben, die über mehrere Jahre hinweg geprägt wurde. Diese Serie ist mengenmäßig am weitesten verbreitet und bietet Einsteigern einen guten Zugang zum Sammelgebiet. Innerhalb dieser Serie existieren unterschiedliche Varianten, die sich in Details der Rückseitengestaltung unterscheiden und für fortgeschrittene Sammler besonders reizvoll sind.
Fun Facts zum Sammelgebiet 2 Reichsmark
Ein interessantes Detail für Einsteiger: Die Gedenkmünzen dieser Zeit wurden oft anlässlich runder Jubiläen oder historisch bedeutsamer Ereignisse geprägt, was sie zu kleinen Zeitzeugen ihrer Epoche macht. Wer die verschiedenen Münzstättenzeichen sammelt, kann versuchen, einen Jahrgang komplett mit allen Prägeorten zusammenzustellen – eine beliebte Herausforderung unter Spezialisten. Auch die unterschiedlichen Rückseitenvarianten mit und ohne zusätzliche Symbolik machen dieses Gebiet für Detailsammler besonders spannend.
Viele Sammler schätzen zudem den haptischen Unterschied zwischen den Silberprägungen dieser Zeit und späteren Münzen aus unedlen Metallen. Das Gewicht und der charakteristische Klang beim vorsichtigen Aufsetzen einer Silbermünze auf eine harte Unterlage werden von Kennern oft als eigenes kleines Sammelvergnügen beschrieben. Solche sinnlichen Aspekte machen die Beschäftigung mit historischen Münzen zu einem besonderen Erlebnis, das über reine Wertbetrachtungen weit hinausgeht.
Die 2 Reichsmark ist ein Sammelgebiet, das Geschichte, Handwerkskunst und numismatisches Detailwissen auf einzigartige Weise verbindet. Mit unserer großen Auswahl, historischen Raritäten und langjähriger Erfahrung im Umgang mit diesen Münzen unterstützen wir Sie gerne dabei, Ihre Sammlung sinnvoll zu erweitern. Nehmen Sie sich Zeit, die verschiedenen Jahrgänge und Motive zu entdecken, und lassen Sie sich von der Vielfalt dieser deutschen Reichsmark-Prägungen begeistern.
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